Sicherheitstipps als Hilfe bei Partnerschaftsgewalt

  •  Ich lasse mich nicht von meinem Umfeld isolieren.
  • Ich pflege Kontakte zu Verwandten, Nachbar:innen, Freund:innen usw. 
  • Ich schäme mich nicht für die erlittene Gewalt und erzähle anderen, was mein:e Partner:in mit mir macht.
  • Ich weiss, dass Häusliche Gewalt keine Privatsache ist und dass ich rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung habe.
  • Ich sammle alle Beweise körperlicher Gewalt, wie Fotos und medizinische Zeugnisse, und bewahre sie an einem sicheren Ort auf (bei einer Freundin, einer Nachbarin, einer Anwältin oder digital auf www.with-you.ch/de/safe-withyou).
  • Ich verlasse die Wohnung, wenn ich befürchte, dass mein:e Partner:in gewalttätig werden könnte; lieber einmal zu oft als einmal zu wenig.
  • Ich weiss, wo ich Hilfe bekomme, und kenne die Telefonnummern der Stellen (Polizei, BIF, Frauenhaus, Rechtsberatung, Nachbar:in, Freund:in usw.).
  • Ich habe die Nummer der Polizei in meinem Handy gespeichert.
  • Ich informiere mich bei der BIF.
  • Ich habe meinen Kindern erklärt, dass sie sich aus der Gewalt zwischen mir und meinem Partner heraushalten sollen.
  • Ich habe meinen Kindern gesagt, dass sie keine Schuld an der Gewalt haben. Sie wissen, wo sie sich in Sicherheit bringen können, wenn jemand gewalttätig wird.
  • Ich bewahre Waffen und Gegenstände wie Messer, die als Waffen benutzt werden können, verschlossen oder unzugänglich auf
  •  Wenn ich wegen einer Waffe im Haus Angst habe, rufe ich die Polizei und erkläre die Gründe für meine Sorge. Die Polizei kann Massnahmen ergreifen.
  • Ich nehme Suiziddrohungen als Gefahrensignal ernst und informiere eine Fachstelle (z. B. Polizei oder 142 – Hilfe bei Gewalt).
  • Ich nehme Verschlechterungen der Situation ernst und bespreche sie mit einer Vertrauensperson.
  • Ich schalte sämtliche Ortungsdienste meines Handys aus, damit mein:e Partner:in nicht sehen kann, wo ich mich aufhalte (Polizei oder Opferberatungsstellen können mir dabei helfen).
  • Ich lasse mein Handy / Tablet / Laptop /Smartwatch / Geräte der Kinder auf Spyware und andere Überwachungssoftware überprüfen (z. B. auf Apps, mit denen mein:e Partner:in meinen Standort verfolgen oder  meine Kommunikation überwachen könnte).
  • Ich meide soziale Medien, mit denen ich kontrolliert werden kann.
  • Bei körperlichen Verletzungen durch Gewalt rufe ich den Aufsuchenden Dienst Forensic Nurses an (falls möglich innerhalb von 24 Stunden, eine Kontaktaufnahme ist aber auch später sinnvoll). Dort werde ich medizinisch versorgt und Spuren werden gesichert, ohne dass ein Strafverfahren eingeleitet wird: 080 009 09 09.

>> Ich rufe die Polizei (117) lieber einmal zu oft als einmal zu wenig!

  • Ich bewahre alle wichtigen Telefonnummern und Dokumente an einer Stelle auf, so dass ich sie bei einer plötzlichen Flucht mitnehmen kann, ohne lange zu suchen.
  • Ich bringe die wichtigste Kleidung für mich und meine Kinder zu einer vertrauten Person.
  • Ich versuche, Geld beiseite zu legen.
  • Ich habe meinem Ex-Partner mitgeteilt,  dass ich keinen Kontakt mehr haben möchte. Anschliessend ignoriere ich ihn und blockiere ihn digital.
  • Wenn ich mich unterwegs von meinem Ex-Partner bedroht fühle, spreche ich Passant:innen direkt an, bitte sie um Hilfe und sage ihnen, sie sollen die Polizei rufen.
  • Ich sichere meine Wohnung (Türspion, Schlosswechsel, evtl. Postfach usw.).
  • Ich mache meine Nachbarschaft auf meine neue Situation aufmerksam und bitte sie, die Polizei zu rufen, wenn sie mich für akut gefährdet halten.
  • Ich achte darauf, nie mit meinem Ex-Partner allein zu sein.
  • Ich wende mich bei Problemen mit dem Besuchsrecht der Kinder an die KESB 
  • Ich informiere die Schule/Betreuungsstätte meiner Kinder, wer sie abholen darf und wer nicht.
  • Ich informiere meine Arbeitsstelle, damit mein:e Expartner:in nicht versuchen kann, durch Drittpersonen zu mir zu gelangen.
  • Ich richte mein Kommen und Gehen so ein, dass immer viele Menschen anwesend sind. 
  • Ich ändere meine regelmässigen Termine, von denen mein:e Expartner:in weiss. 
  • Ich bin vorsichtig damit, wem ich Änderungen wie eine neue Adresse, Telefonnummer usw. mitteile. 

 

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Wir verwenden den Doppelpunkt, um die traditionelle binäre Geschlechterordnung (männlich/weiblich) zu erweitern, und auch nicht-binäre, trans- und intergeschlechtliche Menschen zu inkludieren.